Dienstag, 22. September 2015

Das "normale" Leben hat mich wieder

Ich weiß, es ist schon über ein Monat her, dass ich das letzt mal was geschrieben habe. Doch jetzt ist sowas wie Nomalität wieder eingekehrt in meinem Leben. Anfang September habe ich wieder zu Arbeiten begonnen. Die ersten 2 Wochen waren sehr anstrengend für mich, da ich jeden Tag mit starker Müdigkeit zu kämpfen hatte. Aber ab der 3. Woche ging es dann schon bergauf und ich freue mich jetzt jeden Tag so richtig auf das Arbeiten gehen, da ich jetzt viele Dinge mit etwas anderen Augen sehe. Meine KollegInnen sind auch sehr verständnisvoll, wenn ich mal einen Einbruch habe und mich kurz ausrasten möchte.
Nun ist es auch an der Zeit, mich einmal bei einigen Menschen zu bedanken!
In erster Linie möchte ich mich bei meinem Mann und meiner Tochter bedanken, die mich in dieser, nicht immer ganz leichten Zeit, unterstützt haben, wo sie nur konnten. Ein weiterer Dank ergeht natürlich auch an meine Mama, die mir mit wertvollen Ratschlägen und tröstenden Worten zur Seite gestanden ist.
Danke auch an meine Schwiegereltern, die immer versucht haben mich aufzumuntern.
Danke an meine ArbeitkollegInnen, die mich auch in der Zeit, in der ich nicht arbeiten konnte, nicht vergessen haben, mich angerufen haben und mit mir Kaffee trinken gegangen sind, wenn es mein Zustand erlaubt hat.
Ein herzliches Danke auch an die Menschen, die in dieser Zeit in mein Leben getreten sind,und diejenigen, mit denen ich vorher wenig oder gar keinen Kontakt hatte und die mich in ihrer eigenen Art und Weise bereichert haben.
Last but not least möchte ich mich bei dem gesamten Team der Onkologie der Krankenhauses Oberwart bedanken, die alle so nett waren und immer ein Lächeln auf den Lippen haben, auch wenn es sicher nicht immer leicht ist, wenn man auf so einer Station arbeitet. Ihr seid toll!
DANKE!!!
Es tut gut zu wissen, dass man sich auf euch verlassen kann.
Ich hoffe, euch das in irgendeiner Art und Weise einmal zurückgeben zu können!

Mittwoch, 19. August 2015

Bestrahlung beendet

Ich weiß, ich habe schon länger nichts von mir hören (lesen) lassen, aber es gab nicht wirklich was zu berichten. Ich bin bis letzten Donnerstag jeden Tag mit dem Krankentaxi nach Wr. Neustadt gebracht worden, habe die Bestrahlung über mich ergehen lassen, die nur ca. fünf Minuten gedauert hat und fuhr dann wieder nach Hause. Das Personal in der Radioonkologie war total nett und wenn ich Fragen hatte, war auch immer gleich ein Arzt zur Stelle.
Zwischenzeitlich hatte ich kurz Schluckprobleme, da die Bestrahlung die Speiseröhre etwas angegriffen hat. Das bedeutete, dass ich ein paar Tage nur ganz weiche Kost zu mir nehmen konnte. Ich bekam zwar etwas, das helfen sollte, tat es aber nicht. Doch so schnell, wie die Schmerzen gekommen waren, sind sie auch wieder verschwunden. Am letzten Tag hatte ich noch ein Abschlussgespräch mit einer Ärztin, die mich fragte, wie es mit den Schmerzen ausschaut und wo ich den Termin für die Nachsorge bekam.
Diese Woche habe ich noch einen Termin für ein Abschlussgespräch mit meinem Onkologen.
Da ich den Termin für die Rehabilitation erst im Dezember habe, hoffe ich, schon bald wieder arbeiten gehen zu können.

Mittwoch, 22. Juli 2015

Die Bestrahlung hat begonnen

Gestern hatte ich meine erst Bestrahlung. Am Montag war ich auch schon in Wr. Neustadt, da wurde ich angezeichnet und hatte das erste Pflegegespräch, wo mir gesagt wurde, wie ich die Haut rund um das Bestrahlungsgebiet pflegen muss und was ich sonst noch zu beachten habe, wie z. B. dass ich die Bestrahlungsstelle nicht der Sonne aussetzen darf und ich daher immer ein Tuch um den Hals tragen soll, wenn ich in die Sonne gehe. Das ist natürlich sehr lustig, bei diesen Temperaturen!
Weiters habe ich jetzt jeden Mittwoch dieses Pflegegespräch.
Gestern bei der ersten Bestrahlung war natürlich alles neu für mich. Ich wurde in den Raum mit dem Beschleuniger (so heißt das Bestrahlungsgerät) gebracht, musste den Oberkörper frei machen und mich dann hinlegen. Danach wurde mir die Maske aufgesetzt, die schon im Juni angepasst wurde. Die Maske wird dann links und rechts niedergeschraubt, damit ich mich nicht bewegen kann. Das erinnert schon ein wenig an mittelalterliche Foltermethoden.
Von der Bestrahlung selbst habe ich nichts mitbekommen, nur das Gerät konnte man hören, wie es arbeitet und um mich herum kreiste.
Nach fünf Minuten war dann auch schon alles vorbei. Ich konnte mich wieder anziehen und das Krankenhaus verlassen. Und das ganze jetzt noch weitere 17 mal.

Dienstag, 7. Juli 2015

Endlich Entwarnung

Heute habe ich, wie ausgemacht, im Krankenhaus angerufen, um mir einen Termin für die Besprechung auszumachen, doch das war gar nicht notwendig, denn der Arzt hat mir gleich am Telefon mitgeteilt, dass der Lymphknoten frei von Tumorzellen ist. Ich habe mich so gefreut, als ich das gehört habe. Ich habe mir also die ganze letzte Zeit umsonst Sorgen gemacht. Das einzige, was mich jetzt noch an die Punktion erinnert, ist ein riesengroßer blauer Fleck. Die Punktion selber war nicht schlimm, habe ein Lokalanästhetikum eingespritzt bekommen und nach ca. fünf Minuten war alles wieder vorbei. Es war nur insofern etwas schwierig, weil der Röngtenarzt öfters mit der Punktionsnadel am Lymphknoten abgerutscht ist und das hat dann doch ein wenig geschmerzt. Aber es war zum aushalten, da habe ich schon schlimmere Schmerzen ertragen müssen.
Nun kann ich endlich mit der Bestrahlung beginnen und danach auf Rehabilitation gehen!
Ich hoffe, dass ich recht bald einen Termin für die erste Bestrahlung bekomme.

Dienstag, 30. Juni 2015

Wieder mal ins Krankenhaus

Da hatte ich mich wieder einmal zu früh gefreut. Als ich am Montag mit dem Onkologen telefonierte, teilte er mir mit, dass ich um eine Lymphknotenpunktion wohl nich drum herum käme.
Sie sind zwar nicht vergrößert, Fakt ist aber, dass sie den radioaktiven Zucker beim PET - CT gespeichert haben und jetzt muss man herausfinden, warum.
Also habe ich für den 1. Juli einen Termin bekommen zur tagesklinischen Aufnahme zur Lymphknotenpunktion. Danach heißt es wieder eine Woche zittern und auf den Befund warten.
Wie ich das hasse, diese Ungewissheit schon wieder!

Donnerstag, 25. Juni 2015

Eine Woche voller Angst und Bangen ist vorbei

Nach dieser Nachricht letzten Donnerstag, konnte ich nur abwarten und so verbrachte ich das Wochenende voller Angst und Bangen. Natürlich hoffte ich, dass es wieder nur auf die Fehlerquote des PET- CT zurückzuführen war.
Dann kam der Montag und das Gespräch mit dem Oberarzt von der Onkologie stand an. Da war es wieder, das altbekannte Gefühl der leichten Panik und Angst, da ich nicht wusste, was da wieder auf mich zukommt. Der Arzt fing an zu reden und sagte mir irgendwas von Biopsie des Lymphknoten und weitere Chemotherapien. Als ich das Wort Chemotherapie hörte, musste ich mich zusammenreißen, um nicht gleich wieder loszuheulen.
Er sagte mir auch, dass er aber noch mit einer Ärztin in Deutschland telefonieren wolle, die auf Fälle spezialisiert sind, die nicht normal ablaufen. Doch würde er die erst einen Tag später erreichen. Auch wurde eine Herpesinfektion vermutet und so musste ich auch noch zum Hautarzt gehen, welcher mir dann sagte, dass es sicher keine Herpesinfektion ist.
Am Tag darauf hatte der Arzt dann auch mit der Ärztin in Deutschland gesprochen und die war der Meinung, dass man eine weitere Chemotherapie zur Zeit ausschließen solle.
So bekam ich nur einen Termin für eine Ultraschalluntersuchung und eventuellen Punktion des vergrößerten Lymphknoten.
Der Röngtenarzt, der den Ultraschall machte, schaute sich die Lymphknoten genau an und hat sie auch abgemessen und stellte fest, dass diese völlig im Normbereich sind.
Ein riesen Stein fiel mir vom Herzen, nachdem mir der Arzt das gesagt hatte. Er würde auch mit dem Onkologen reden und ihm das Ergebnis mitteilen.
Ich hoffe nun, das sich dieser auch mit dem Ergebnis zufrieden gibt und ich nun endlich mit der Bestrahlung beginnen kann!

Donnerstag, 18. Juni 2015

Die nächste Hiobsbotschaft

Letzten Freitag hatte ich Besprechung wegen der Bestrahlung. Die Ärztin war sehr nett und hat mir auch alles ganz genau erklärt. Die eventuellen Nebenwirkungen wurden besprochen, wie z.B.Entzündungen in der Speiseröhre, Veränderung des Geschmacksinns, usw. Die Dauer wird ungefähr 3-4 Wochen sein, genau kann sie mir das erst sagen, wenn sie denn Befund vom PET- CT gesehen hat. Dann wurde mir noch die Maske angepasst, die ich während der Bestrahlung auf haben werde, damit der Kopf immer in der gleichen Position liegt. Danach wurde noch Blut abgenommen und ein CT gemacht und dann bekam ich auch schon den Termin fürs anzeichnen und mir wurde gesagt, dass ich auch an diesem Tag die erste Bestrahlung haben könnte, wenn ich wolle. Das sollte am 24.06. sein. Dieses Angebot habe ich natürlich angenommen. Nach fast zwei Stunden war ich dann auch schon fertig und durfte das Krankenhaus wieder verlassen.
Ich habe mir auch schon ausgerechnet, wann ich wieder arbeiten gehen könnte. Mit Ruhephase nach der Bestrahlung wäre ich auf Anfang August gekommen. Doch es sollte alles anders kommen.
Heute vormittag, als ich gerade im ,wald spazieren war mit einer sehr lieben Bekannten, läutete plötzlich mein Handy. Das Krankenhaus war dran, und ich wurde sofort mit der Ärztin verbunden. Ich dachte mir schon, das kann nichts Gutes bedeuten. sie sagte mir,dass sich ein Lymphknoten in der Leiste leider vergrößert hatte und das zuerst abgeklärt werden muss, bevor mit der Bestrahlung begonnen werden kann. Ich bin gleich aus allen Wolken gefallen und wusste gar nicht,was ich sagen sollte. Sie sagte mir, dass eventuell eine Biopsie von dem Lymphknoten genommen werden muss, um zu sehen, was das ist und dass ich vielleicht noch weitere Chemotherapien brauchen werde.
Jetzt war ich schon so weit, ein Ende schon in Sicht und jetzt heißt es wieder zurück auf Anfang.

Donnerstag, 11. Juni 2015

Die Sonne scheint und mir geht es gut

Inzwischen ist die letzte Chemo schon vier Wochen her und ich muss sagen, es geht mir recht gut. Zwar habe ich immer noch mit ein paar Nebenwirkungen zu kämpfen, aber ich hoffe, dass diese in ein paar Wochen auch der Vergangenheit angehören. Nur die Hitze macht mir etwas zu schaffen. Aber da bin ich sicher nicht alleine, jeder jammert schon, dass es viel zu heiß ist. Bei diesen Temperaturen würde ich gerne ins Freibad gehen, kann ich aber nicht, weil ich nicht ins Wasser gehen darf. So treffe ich mich mit Arbeitskolleginnen zum Kaffee trinken und quatschen, ist auch immer recht lustig und eine willkommene Abwechslung für mich.
Das PET- CT habe ich auch schon hinter mich gebracht und morgen habe ich die Besprechung wegen der Bestrahlung, ich bin schon sehr gespannt, was man mir dort sagen wird. Mein Mann fährt mit, damit ich eine seelische Unterstützung habe, die ich hoffentlich nicht brauchen werde.
In meinem nächsten Post werde ich euch dann das Ergebnis der Besprechung mitteilen!
Bis dahin einen schönen, sonnigen Tag!

Freitag, 29. Mai 2015

Den Frust von der Seele schreiben

Wieder ist eine Woche  vergangen und es geht mir soweit ganz gut, nur mein Ischiasnerv macht mir ein wenig zu schaffen. Das schmerzt über den ganzen Fuß, bis zum Knöchel. Im Krankenhaus haben sie mir Schmerztabletten verschrieben, aber die helfen auch nicht wirklich!
Diese Woche am Dienstag hatte ich schon das erste CT und der Befund schaut ja gar nicht so schlecht aus, jetzt bin ich schon neugierig, was beim PET- CT herauskommt. Hoffentlich zeigt das dann nicht wieder vergrößerte Lymphknoten an, die in Wirklichkeit gar nicht vergrößert sind, so wie beim ersten mal! Da denkt man sich, das muss ja so ein tolles Gerät sein, dabei hat es eine sehr hohe Fehlerquote, wie ich später erfahren habe.
Jetzt muss ich noch etwas loswerden, was mir schon ein wenig ärgert!
Wenn man krank ist, sieht man erst, auf wen man sich verlassen kann. Manche Menschen finden es nicht einmal notwendig, sich bei mir zu melden und zu fragen, wie es mir geht, geschweige denn, dass sie auf Besuch kommen würden. Den Satz "meldest dich halt, wennst was brauchst" hab ich schon so oft gehört. Nein, ich brauche nichts, ich würde mich über einen Anruf oder über einen Besuch schon sehr freuen. Das ist dich wohl nicht zuviel verlangt, oder? Damit meine ich aber nicht meine ArbeitskollegInnen!
Das musste einfach mal gesagt werden!

Freitag, 22. Mai 2015

Die Woche danach

Vor einer Woche habe ich die letzte Chemo bekommen. Nachdem es mir nach der dritten Chemo so gut gegangen ist, war ich der Meinung, das wird nach der vierten auch so sein. Nur da hab ich mich leider getäuscht. Diese Woche war ein ständiges Auf und Ab. Einmal ging es mir gut, ein anderes mal konnte ich mir nicht einmal was zum Essen machen. Doch zum Glück gibt es den Pizzaservice!
Meine Tochter war diese Woche auch drei Tage zuhause, da sie sich zuerst den rechten Fuß und dann auch noch den linken Fuß verletzt hatte. Die Krankenstation war somit perfekt!
Und würde das noch nicht reichen, habe ich heute schon zweimal brechen müssen. Im Krankenhaus bei der Blutbildkontrolle sagten sie mir dann, dass wohl ein Infekt im Anmarsch sei, da die Leukozyten leicht erhöht sind. Momentan kotzt mich das alles ein wenig an( im wahrsten Sinne des Wortes).
Eigentlich wollten mein Schatz und ich heute unseren 10. Jahrestag feiern, doch das fällt wohl flach. Wenigstens habe ich es noch geschafft, einen schnellen Schokokuchen für ihn zu machen, da er den so gern hat.
Am Dienstag muss ich zum CT ins Krankenhaus und noch einmal zur Blutbildkontrolle. Ich hoffe, dass sich bis dahin alles beruhigt hat.
Mal schauen, was das Pfingstwochenende bringt!

Freitag, 15. Mai 2015

Die letzte Chemo

Heute war es endlich soweit. Zum letzten mal musste ich mir die Chemo anhängen lassen.
Eigentlich ist die Zeit jetzt schnell vergangen. Nachdem heute ein Fenstertag ist, war auch nicht so viel los auf der Station, ausser mir waren noch 2 andere Damen zur Chemo da. Deswegen war ich heute auch früher fertig als sonst und konnte das Krankenhaus schon kurz vor 15 Uhr verlassen.
Mit im Gepäck habe ich natürlich meine weiteren Termine. Nun muss ich nächste Woche zur obligatorischen Blutbildkontrolle, danach ein CT in dem Krankenhaus, in dem ich in Behandlung bin und dann im Juni nach Graz zum PET-CT. Wenn ich das alles erledigt habe, muss ich auf den Befund warten, um dann zur Bestrahlung fahren zu können.
Das ist noch ein weiter Weg, bis ich wieder arbeiten gehen kann. Aber das schlimmste habe ich jetzt hoffentlich überstanden, denn die Bestrahlung hat sicher nicht so schlimme Nebenwirkungen auf Lager.
Nachdem ich heute von der Chemo nach Hause gekommen bin, musste ich mich gleich wieder hinlegen und etwas schlafen. Das habe ich die letzten male auch schon beobachtet, sobald meine
"Aperolinfusion" drinnen ist, überkommt mich immer eine starke Müdigkeit und im Krankenhaus schlafen ist unmöglich, da die Infusionen nur 15-30 Minuten brauchen und dann der Infusomat zu piepsen beginnt.
Mal schauen, was die nächsten Tage bringen, aber ich bin zuversichtlich, dass es mir genauso gut gehen wird, wie nach der dritten Chemo!
Ich wünsche allen Lesern meines Blogs ein schönes Wochenende!

Donnerstag, 7. Mai 2015

Zwei Monate nach der Diagnose

Vor ein bisschen mehr als zwei Monaten hat die Diagnose Morbus Hodgkin mein Leben verändert.
Ich habe lange gebraucht, das zu realisieren und zu verarbeiten. Doch jetzt bin ich soweit, dass ich sagen kann, ja ich habe Krebs. Und ich werde ihn besiegen und zwar richtig, dass er auch nicht mehr zurückkommt!
Es hat alles seinen guten Grund, warum etwas passiert, auch wenn man es am Anfang nicht wahrhaben will. Etwas positives hat die Krankheit aber und zwar, dass ich sicher stärker daraus hervorgehen werde!
Ich lasse mich nicht unterkriegen! NEVER EVER

Mittwoch, 6. Mai 2015

Besser als erwartet!

Wie heißt es so schön, angekündigte Katastrophen treten selten ein! So war es auch bei mir, nach der letzten Chemo. Gerechnet hätte ich ja schon mit dem schlimmsten, aber es kam alles ganz anders.
In der letzten Woche hat sich eigentlich nur die Müdigkeit hartnäckig gehalten, ansonsten fühle ich mich einigermaßen fit. Ich habe auch jeden Tag seit der letzten Chemo einen Spaziergang gemacht und es hat mir gutgetan. Da möchte ich meinen Dank an eine pensionierte Kollegin aussprechen, die mich dazu motiviert hat und mir auch sonst noch einige Tipps gegeben hat.
Gestern habe ich mich mit ein paar ArbeitskollegInnen zum Kaffeetrinken getroffen und es war so schön, mich mit ihnen zu unterhalten und zu lachen. Das habe ich schon so notwendig gebraucht!
Morgen muss ich wieder ins Krankenhaus zur Blutbildkontrolle. Nachdem ich jetzt jeden Tag ein Glas roten Traubensaft trinke, habe ich dort auch nichts zu befürchten, denn dieser Saft wirkt wahre Wunder, sagt meine Mama!
Danke Mama, du bist die beste!!!

Freitag, 1. Mai 2015

Chemo, die dritte


Die letzten Tage vor der dritten Chemotherapie kehrte so etwas wie Normalität wieder ein. Die Nebenwirkungen verabschiedeten sich auch schön langsam wieder. Deshalb habe ich an diesen Tagen auch meine Hausarbeit und auch was sonst noch anstand, erledigt. Denn nach der Chemotherapie heißt es wieder rie ne va plus- nichts geht mehr!
In dieser Woche habe ich auch eine Karte von meinen ArbeitskollegInnen bekommen, in der sie mir alles Gute wünschen. Ich habe mich so wahnsinnig darüber gefreut. Das baut echt auf!
Am Donnerstag, dem 30.04. war es dann wieder soweit. Ab ins Krankenhaus, meine "Cocktails"abholen. Und wieder einmal hieß es bitte warten. In der Onkologieambulanz war ich ja gleich fertig, aber auf der Station hatte ich dann noch zwei Gespräche, bevor ich dann nach fast vier Stunden warten endlich mein Bett bekam und die Therapie gestartet werden konnte.
In einem der Gespräche mit einer Oberärztin habe ich auch erfahren, dass ich nach beendeter Chemotherapie noch zur Bestrahlung muss. Das heißt, drei Wochen lang von Montag bis Freitag nach Wiener Neustadt oder nach Graz fahren. Als ich das gehört habe, bin ich gleich aus allen Wolken gefallen, davon war bis jetzt noch keine Rede. Ich habe eigentlich damit gerechnet, dass ich Mitte Juni schon wieder arbeiten gehen kann. Daraus wird jetzt wohl nichts werden!
Nach meiner "Aperolinfusion" wurde ich wieder sehr müde und so war ich froh, dass ich um halb vier endlich fertig war und nach Hause fahren konnte. Zuhause angekommen, musste ich mich gleich hinlegen und ein bisschen schlafen. Zum Glück war ich alleine zuhause, und so hatte ich meine Ruhe.
Heute, am 1. Mai muss ich sagen, es geht mir nicht ganz so schlecht, wie nach der letzten Chemotherapie. ich bin zwar etwas müde, aber es hält sich in Grenzen.
Mal schauen, was die nächsten Tage bringen.

Sonntag, 26. April 2015

Der Augenblick , vor dem ich mich am meisten gefürchtet habe

Diese Woche ging es mir eigentlich wieder recht gut, bis auf eine Nebenwirkung der Chemo, die mir jeden Tag für ca. 10 Minuten höllische Schmerzen beschert.
Am Donnerstag Abend ging ich ganz normal duschen und Haare waschen. Als ich das Haarshampoo wieder herausgewaschen hatte, fuhr ich mir durch die Haare und hatte auf einmal ein Büschel davon in der Hand. Jetzt war er da, der Augenblick, seit der Diagnose, vor dem ich mich am meisten gefürchtet habe. Insgeheim habe ich schon gehofft, dass ich meine Haare vielleicht doch behalten kann. Man merkt zwar noch nichts, doch jedes mal, wenn ich mir durch die Haare fahre, habe ich ein Büschel in der Hand. Wird das noch mehr, oder bleibt das so, ich weiß es nicht.
Auf jeden Fall bin ich vorbereitet, die Perücke habe ich schon seit Wochen daheim. Ich wünsche mir aber trotzdem, dass ich sie nicht brauchen werde!
Wie heißt es so schön, die Hoffnung stirbt zuletzt!
Mein Mann und meine Tochter waren wieder mal gefordert, mich zu trösten.
Der erste Schock über den beginnenden Haarausfall war bald verdaut.
Am Samstag war ein richtig schöner Frühlingstag und am Nachmittag waren wir Eis essen. Ich habe mich so richtig darüber gefreut, dass es mir so gut ging, dass ich die wärmenden Sonnenstrahlen und das gute Eis genießen konnte.
Nächsten Donnerstag steht die nächste Chemo an, jetzt weiß ich ja schon, was da auf mich zukommt und dass ich die Tage darauf wieder nicht viel machen kann, außer liegen und den Kampf in meinem Körper zulassen.

Dienstag, 21. April 2015

Eine neue Woche

Hallo! Da bin ich wieder!
Die letzten paar Tage habe ich wieder einmal auf der Chouch verbracht. Die zweite Chemo hat mich so sehr geschlaucht, dass ich zu mehr nicht fähig war.
Am Samstag waren meine Mama und meine Schwiegermutter bei mir. Habe mich so gefreut über den Besuch.
Das Wochenende ist vorbei und ich bin, wie so oft, wieder einmal alleine zu Hause.
Da ausgedehnte Shoppingtouren momentan nicht drin sind, habe ich mir ein paar Sachen im Internet bestellt, unter anderem ein Buch mit dem Titel: LEBE- Diagnose Krebs als Chance zur Veränderung
Das sind Erfahrungsberichte von Krebspatienten, die erzählen, wie sie diese schwere Zeit erlebt haben. Mal schauen, was das Buch bei mir bewirkt!
Jetzt freue ich mich schon, wenn meine Tochter und mein Mann nach Hause kommen. Manchmal ertappe ich mich dabei, wie ich die Stunden zähle, wie lange es noch dauert, bis sie heimkommen.

Samstag, 18. April 2015

Der Kampf in meinem Körper

Wie ich es mir gedacht habe, nach der zweiten Chemo haben die Nebenwirkungen gleich eingesetzt! Jetzt treten die Medikamente dem Hodgkin mal so richtig in den Arsch!!!! Wenn ich schon so müde und kraftlos bin, wie wird es denn dann wohl den Tumorzellen in meinem Körper  gehen? Ich hoffe, noch viel schlechter als mir!
Dann werde ich wohl den ganzen Tag heute vor dem Fernseher und mit schlafen verbringen.
Ich wünsche allen Lesern meines Blogs ein schönes Wochenende!
KEEP CALM AND RELAX!

Donnerstag, 16. April 2015

Die zweite Chemotherapie steht an

Heute ist es wieder soweit! Die zweite Chemotherapie steht an. Ich war schon um 7 Uhr in der Früh im Krankenhaus, zuerst wurde Blut abgenommen und dann hieß es wieder einmal warten. Ich habe 2 nette Damen kennengelernt, die beide an Brustkrebs erkrankt sind und habe mich mit ihnen nett unterhalten. So ist auch die Zeit schneller vergangenen!
Insgeheim habe ich mich auf diesen Tag heute schon gefreut, endlich wieder mal unter Leute zu kommen. Denn immer nur alleine daheim sitzen ist auch nicht lustig. Meine Arbeitskollegen würden schon gerne mit mir einen Kaffee trinke gehen, aber ich traue mich nicht ein paar Tage vorauszuplanen, da ich ja nicht weiß, wie es mir an diesem Tag gehen wird. Ich hoffe, dass es aber trotzdem bald klappen wird! Die letzten Tage ist es mir sehr gut gegangen, aber das habe ich vorher natürlich nicht gewusst.
Trotzdem beschäftigt mich die Frage, wie es mir nach der zweiten Chemotherapie gehen wird? Ich hoffe natürlich, dass es so sein wird, wie nach der ersten, damit könnte ich gut leben, wenn ich nur ein paar Tage daheim auf dem Sofa verbringen muss.
Ich hab es auch geschafft, dass ich meine Blumen gesetzt habe, war danach auch ganz stolz auf mich. Das sind Dinge, über die habe ich früher nie großartig nachgedacht, das war zu machen und das habe ich auch gemacht! Jetzt aber kann ich mich richtig darüber freuen, wenn ich eine Kleinigkeit gemacht habe.
Inzwischen ist es gleich 12 Uhr. Habe die ersten zwei Infusionen, den Magenschutz und die Infusion gegen die Übelkeit, bereits bekommen.
Danach folgen die nächsten fünf Infusionen und um halb vier bin ich dann auch schon fertig. Ich bekomme dann noch den Befund und meinen Behandlungspass mit den nächsten Terminen und verabschiede mich bis in zwei Wochen. Die Schwestern und Ärzte auf der Onkologie sind alle total nett. Die Schwestern reden mich schon alle per du an, da ich ja im Haus arbeite. Das macht die Kommunikation schon etwas einfacher.
Ich war sehr froh, als ich wieder zuhause war. Habe mich dann gleich hingelegt und ein bisschen geschlafen, da ich schon sehr müde war. Ansonsten ist mir ein wenig schwindlig und Kopfschmerzen habe ich auch. Ich glaube, diese Chemo fährt gleich ein, da brauche ich nicht drei Tage warten, bis ich etwas merke.

Sonntag, 12. April 2015

Es sind die kleinen Dinge, über die man sich freut

Inzwischen ist die erste Chemo schon über eine Woche her und es geht mir eigentlich recht gut, bis auf die Müdigkeit und dass ich schnell erschöpft bin, wenn ich etwas mache. Jetzt kann ich nicht mehr  tagtäglich die Welt niederreissen, jetzt geht jeden Tag nur ein kleines Stück! Gestern habe ich Blumen gekauft und  in die Blumenkästen eingesetzt. Wie ich fertig war, war ich so stolz, dass ich das geschafft habe. Das war früher selbstverständlich, da habe ich nicht großartig drüber nachgedacht, doch jetzt sehe ich das alles ein wenig anders!

Samstag, 11. April 2015

Die erste Chemotherapie

Am 01.04.2015 musste ich ins Krankenhaus zur Portimplantation. Da ich selbst im OP arbeite, war ich schon unzählige Male bei so einer Operation dabei, dass ich jedoch selbst einmal einen Port brauchen würde, hätte ich mir nie im Leben gedacht. Ich hatte schon ein wenig Angst vor dem Eingriff, wahrscheinlich weil ich genau wusste, was da auf mich zukommt! Aber nach ein bisschen Dormicum war es schon erträglicher. Die Nacht musste ich im Krankenhaus verbringen, bevor am nächsten Tag die Chemo begann. Als die Schwester mit dem Infusomaten und den ersten Infusionen zur Tür hereinkam, machte sich wieder einmal das inzwischen schon sehr vertraute Gefühl der Angst und Panik in mir breit. Ich hatte Angst vor dem, was da auf mich zukommt. Wie verträgt mein Körper die Therapie? Tut das weh? Wann werden sich die ersten Nebenwirkungen bemerkbar machen? So viele Fragen gingen mir durch den Kopf. Insgesamt bekam ich 7 Infusionen. Eine davon hatte so eine schöne rote Farbe. Das ist ab jetzt für mich die Aperolinfusion, da ich den so gerne trinke!
Am Nachmittag durfte ich dann schon nach Hause gehen. Die ersten zwei Tage danach ging es mir noch einigermaßen gut, danach ging es jeden Tag ein wenig mehr bergab. Am Dienstag nach Ostern war der Tiefpunkt erreicht, da war ich den ganzen Tag total kraftlos und müde. Ab Mittwoch ging es aber schon wieder bergauf.

Freitag, 10. April 2015

Die Diagnose

Ein angeschwollener Lymphknoten am Hals ließ die Alarmglocken bei meiner Ärztin schrillen. Ich glaubte nur an einen Infekt. Also wehrte ich mich mit Händen und Füßen gegen die Lymphknotenentnahme.
Am 02.03.2015 bekam ich die Diagnose Hodgkin Lymphom! Von einer Minute auf die andere ist nichts mehr, wie es mal war. Für mich und meine Familie.
Warum gerade ich? Warum gerade jetzt?
Jetzt bin ich meiner Ärztin sehr dankbar, dass sie damals so hartnäckig war.

Eine Grippe hätte mir auch gereicht

Mein Name ist Sarah, ich bin 34 Jahre, habe einen tollen Job und eine liebevolle Familie!
Anfang März 2015 traf mich die Diagnose Morbus Hodgkin ( bösartiger Tumor der Lymphdrüsen) wie aus heiterem Himmel und veränderte so mein ganzes Leben.