Dienstag, 22. September 2015

Das "normale" Leben hat mich wieder

Ich weiß, es ist schon über ein Monat her, dass ich das letzt mal was geschrieben habe. Doch jetzt ist sowas wie Nomalität wieder eingekehrt in meinem Leben. Anfang September habe ich wieder zu Arbeiten begonnen. Die ersten 2 Wochen waren sehr anstrengend für mich, da ich jeden Tag mit starker Müdigkeit zu kämpfen hatte. Aber ab der 3. Woche ging es dann schon bergauf und ich freue mich jetzt jeden Tag so richtig auf das Arbeiten gehen, da ich jetzt viele Dinge mit etwas anderen Augen sehe. Meine KollegInnen sind auch sehr verständnisvoll, wenn ich mal einen Einbruch habe und mich kurz ausrasten möchte.
Nun ist es auch an der Zeit, mich einmal bei einigen Menschen zu bedanken!
In erster Linie möchte ich mich bei meinem Mann und meiner Tochter bedanken, die mich in dieser, nicht immer ganz leichten Zeit, unterstützt haben, wo sie nur konnten. Ein weiterer Dank ergeht natürlich auch an meine Mama, die mir mit wertvollen Ratschlägen und tröstenden Worten zur Seite gestanden ist.
Danke auch an meine Schwiegereltern, die immer versucht haben mich aufzumuntern.
Danke an meine ArbeitkollegInnen, die mich auch in der Zeit, in der ich nicht arbeiten konnte, nicht vergessen haben, mich angerufen haben und mit mir Kaffee trinken gegangen sind, wenn es mein Zustand erlaubt hat.
Ein herzliches Danke auch an die Menschen, die in dieser Zeit in mein Leben getreten sind,und diejenigen, mit denen ich vorher wenig oder gar keinen Kontakt hatte und die mich in ihrer eigenen Art und Weise bereichert haben.
Last but not least möchte ich mich bei dem gesamten Team der Onkologie der Krankenhauses Oberwart bedanken, die alle so nett waren und immer ein Lächeln auf den Lippen haben, auch wenn es sicher nicht immer leicht ist, wenn man auf so einer Station arbeitet. Ihr seid toll!
DANKE!!!
Es tut gut zu wissen, dass man sich auf euch verlassen kann.
Ich hoffe, euch das in irgendeiner Art und Weise einmal zurückgeben zu können!

Mittwoch, 19. August 2015

Bestrahlung beendet

Ich weiß, ich habe schon länger nichts von mir hören (lesen) lassen, aber es gab nicht wirklich was zu berichten. Ich bin bis letzten Donnerstag jeden Tag mit dem Krankentaxi nach Wr. Neustadt gebracht worden, habe die Bestrahlung über mich ergehen lassen, die nur ca. fünf Minuten gedauert hat und fuhr dann wieder nach Hause. Das Personal in der Radioonkologie war total nett und wenn ich Fragen hatte, war auch immer gleich ein Arzt zur Stelle.
Zwischenzeitlich hatte ich kurz Schluckprobleme, da die Bestrahlung die Speiseröhre etwas angegriffen hat. Das bedeutete, dass ich ein paar Tage nur ganz weiche Kost zu mir nehmen konnte. Ich bekam zwar etwas, das helfen sollte, tat es aber nicht. Doch so schnell, wie die Schmerzen gekommen waren, sind sie auch wieder verschwunden. Am letzten Tag hatte ich noch ein Abschlussgespräch mit einer Ärztin, die mich fragte, wie es mit den Schmerzen ausschaut und wo ich den Termin für die Nachsorge bekam.
Diese Woche habe ich noch einen Termin für ein Abschlussgespräch mit meinem Onkologen.
Da ich den Termin für die Rehabilitation erst im Dezember habe, hoffe ich, schon bald wieder arbeiten gehen zu können.

Mittwoch, 22. Juli 2015

Die Bestrahlung hat begonnen

Gestern hatte ich meine erst Bestrahlung. Am Montag war ich auch schon in Wr. Neustadt, da wurde ich angezeichnet und hatte das erste Pflegegespräch, wo mir gesagt wurde, wie ich die Haut rund um das Bestrahlungsgebiet pflegen muss und was ich sonst noch zu beachten habe, wie z. B. dass ich die Bestrahlungsstelle nicht der Sonne aussetzen darf und ich daher immer ein Tuch um den Hals tragen soll, wenn ich in die Sonne gehe. Das ist natürlich sehr lustig, bei diesen Temperaturen!
Weiters habe ich jetzt jeden Mittwoch dieses Pflegegespräch.
Gestern bei der ersten Bestrahlung war natürlich alles neu für mich. Ich wurde in den Raum mit dem Beschleuniger (so heißt das Bestrahlungsgerät) gebracht, musste den Oberkörper frei machen und mich dann hinlegen. Danach wurde mir die Maske aufgesetzt, die schon im Juni angepasst wurde. Die Maske wird dann links und rechts niedergeschraubt, damit ich mich nicht bewegen kann. Das erinnert schon ein wenig an mittelalterliche Foltermethoden.
Von der Bestrahlung selbst habe ich nichts mitbekommen, nur das Gerät konnte man hören, wie es arbeitet und um mich herum kreiste.
Nach fünf Minuten war dann auch schon alles vorbei. Ich konnte mich wieder anziehen und das Krankenhaus verlassen. Und das ganze jetzt noch weitere 17 mal.

Dienstag, 7. Juli 2015

Endlich Entwarnung

Heute habe ich, wie ausgemacht, im Krankenhaus angerufen, um mir einen Termin für die Besprechung auszumachen, doch das war gar nicht notwendig, denn der Arzt hat mir gleich am Telefon mitgeteilt, dass der Lymphknoten frei von Tumorzellen ist. Ich habe mich so gefreut, als ich das gehört habe. Ich habe mir also die ganze letzte Zeit umsonst Sorgen gemacht. Das einzige, was mich jetzt noch an die Punktion erinnert, ist ein riesengroßer blauer Fleck. Die Punktion selber war nicht schlimm, habe ein Lokalanästhetikum eingespritzt bekommen und nach ca. fünf Minuten war alles wieder vorbei. Es war nur insofern etwas schwierig, weil der Röngtenarzt öfters mit der Punktionsnadel am Lymphknoten abgerutscht ist und das hat dann doch ein wenig geschmerzt. Aber es war zum aushalten, da habe ich schon schlimmere Schmerzen ertragen müssen.
Nun kann ich endlich mit der Bestrahlung beginnen und danach auf Rehabilitation gehen!
Ich hoffe, dass ich recht bald einen Termin für die erste Bestrahlung bekomme.

Dienstag, 30. Juni 2015

Wieder mal ins Krankenhaus

Da hatte ich mich wieder einmal zu früh gefreut. Als ich am Montag mit dem Onkologen telefonierte, teilte er mir mit, dass ich um eine Lymphknotenpunktion wohl nich drum herum käme.
Sie sind zwar nicht vergrößert, Fakt ist aber, dass sie den radioaktiven Zucker beim PET - CT gespeichert haben und jetzt muss man herausfinden, warum.
Also habe ich für den 1. Juli einen Termin bekommen zur tagesklinischen Aufnahme zur Lymphknotenpunktion. Danach heißt es wieder eine Woche zittern und auf den Befund warten.
Wie ich das hasse, diese Ungewissheit schon wieder!

Donnerstag, 25. Juni 2015

Eine Woche voller Angst und Bangen ist vorbei

Nach dieser Nachricht letzten Donnerstag, konnte ich nur abwarten und so verbrachte ich das Wochenende voller Angst und Bangen. Natürlich hoffte ich, dass es wieder nur auf die Fehlerquote des PET- CT zurückzuführen war.
Dann kam der Montag und das Gespräch mit dem Oberarzt von der Onkologie stand an. Da war es wieder, das altbekannte Gefühl der leichten Panik und Angst, da ich nicht wusste, was da wieder auf mich zukommt. Der Arzt fing an zu reden und sagte mir irgendwas von Biopsie des Lymphknoten und weitere Chemotherapien. Als ich das Wort Chemotherapie hörte, musste ich mich zusammenreißen, um nicht gleich wieder loszuheulen.
Er sagte mir auch, dass er aber noch mit einer Ärztin in Deutschland telefonieren wolle, die auf Fälle spezialisiert sind, die nicht normal ablaufen. Doch würde er die erst einen Tag später erreichen. Auch wurde eine Herpesinfektion vermutet und so musste ich auch noch zum Hautarzt gehen, welcher mir dann sagte, dass es sicher keine Herpesinfektion ist.
Am Tag darauf hatte der Arzt dann auch mit der Ärztin in Deutschland gesprochen und die war der Meinung, dass man eine weitere Chemotherapie zur Zeit ausschließen solle.
So bekam ich nur einen Termin für eine Ultraschalluntersuchung und eventuellen Punktion des vergrößerten Lymphknoten.
Der Röngtenarzt, der den Ultraschall machte, schaute sich die Lymphknoten genau an und hat sie auch abgemessen und stellte fest, dass diese völlig im Normbereich sind.
Ein riesen Stein fiel mir vom Herzen, nachdem mir der Arzt das gesagt hatte. Er würde auch mit dem Onkologen reden und ihm das Ergebnis mitteilen.
Ich hoffe nun, das sich dieser auch mit dem Ergebnis zufrieden gibt und ich nun endlich mit der Bestrahlung beginnen kann!

Donnerstag, 18. Juni 2015

Die nächste Hiobsbotschaft

Letzten Freitag hatte ich Besprechung wegen der Bestrahlung. Die Ärztin war sehr nett und hat mir auch alles ganz genau erklärt. Die eventuellen Nebenwirkungen wurden besprochen, wie z.B.Entzündungen in der Speiseröhre, Veränderung des Geschmacksinns, usw. Die Dauer wird ungefähr 3-4 Wochen sein, genau kann sie mir das erst sagen, wenn sie denn Befund vom PET- CT gesehen hat. Dann wurde mir noch die Maske angepasst, die ich während der Bestrahlung auf haben werde, damit der Kopf immer in der gleichen Position liegt. Danach wurde noch Blut abgenommen und ein CT gemacht und dann bekam ich auch schon den Termin fürs anzeichnen und mir wurde gesagt, dass ich auch an diesem Tag die erste Bestrahlung haben könnte, wenn ich wolle. Das sollte am 24.06. sein. Dieses Angebot habe ich natürlich angenommen. Nach fast zwei Stunden war ich dann auch schon fertig und durfte das Krankenhaus wieder verlassen.
Ich habe mir auch schon ausgerechnet, wann ich wieder arbeiten gehen könnte. Mit Ruhephase nach der Bestrahlung wäre ich auf Anfang August gekommen. Doch es sollte alles anders kommen.
Heute vormittag, als ich gerade im ,wald spazieren war mit einer sehr lieben Bekannten, läutete plötzlich mein Handy. Das Krankenhaus war dran, und ich wurde sofort mit der Ärztin verbunden. Ich dachte mir schon, das kann nichts Gutes bedeuten. sie sagte mir,dass sich ein Lymphknoten in der Leiste leider vergrößert hatte und das zuerst abgeklärt werden muss, bevor mit der Bestrahlung begonnen werden kann. Ich bin gleich aus allen Wolken gefallen und wusste gar nicht,was ich sagen sollte. Sie sagte mir, dass eventuell eine Biopsie von dem Lymphknoten genommen werden muss, um zu sehen, was das ist und dass ich vielleicht noch weitere Chemotherapien brauchen werde.
Jetzt war ich schon so weit, ein Ende schon in Sicht und jetzt heißt es wieder zurück auf Anfang.